Schuppen loswerden
Tipps und Tricks

Was tun bei Schuppen?

Der Stresspegel ist höher als jemals zuvor und auf einmal juckt die Kopfhaut öfters als einem lieb ist? Aus Reflex einfach mal kratzen, das wird ja schon. Anschließend kleine weiße Partikel auf der Kopfhaut feststellen? Schnell wird dabei klar, dass es sich nur um Schuppen handeln kann. Oftmals ist dieses Problem sehr unangenehm für den Träger, da es so aussehen könnte, als würden die Haare nie gewaschen werden. Allerdings hängt der Auslöser von Schuppen von ganz anderen Faktoren als das unregelmäßige Haarewaschen ab.

Wie entstehen Schuppen?

Malassezia furfur, der wissenschaftliche Name für den Mikroorganismus auf der Kopfhaut, ernährt sich von den Fetten, auch genannt Talg. Dadurch wird der Talg zersetzt und wandelt sich in Ölsäure um, die wiederum nicht für jeden verträglich ist. Die Kopfhaut ist dann irritiert, juckt und entzündet sich. Der Körper signalisiert dem Gehirn die Hautzellen schneller abzustoßen, durch das Kratzen werden die kleinen Hautpartikel gelöst und auf den Haaren verteilt.

Trockene Heizungsluft, ein anderes Klima – all dies kann die Entstehung von Schuppen fördern und das Problem verschlimmern. Auch eine hohe Luftfeuchtigkeit kann die Kopfhaut reizen und somit zur Schuppenbildung führen.

Was hilft gegen Schuppen?

Bei trockenen Schuppen: Der Verzicht auf industrielle Haarwasch- und Stylingprodukte sowie die Nutzung von rückfettenden Shampoos oder eine Umstellung der kompletten Haarroutine kann schon weiterhelfen. Auch pflanzliche Mittel können bei trockenen Schuppen helfen.

  • Olivenöl: ein paar Tropfen Öl auf die Kopfhaut einmassieren, einwirken lassen und anschließend mit einem milden Shampoo ausspülen. Damit es wirkt, zweimal in der Woche anwenden.
  • Teebaumöl: durch die entzündungslindernde Wirkung, kann die Irritation auf der Haut gehemmt werden. Dafür ein paar Tropfen in das Shampoo geben und wie gewohnt waschen.
  • Lindenblütentee: ist entzündungshemmend und deshalb auch bei der äußerlichen Anwendung von Vorteil. Die Blüten einfach aufkochen und abkühlen lassen, das Haar damit waschen und eine Stunde einwirken lassen. Danach wieder mit lauwarmem Wasser ausspülen.

Bei fettigen Schuppen: Die Haare vor dem Duschen gründlich und mit der passenden Bürste durchbürsten, damit sich Rückstände und Schuppen besser wegwaschen lassen. Auf natürliche Haarprodukte sollte auch geachtet werden, da durch die künstlichen meistens die Kopfhaut noch mehr irritiert werden könnte.

  • Thymian: durch die pilzhemmenden Eigenschaften hilft dieses Hausmittel gut gegen fettige Schuppen. Dafür einfach 3 Esslöffel Thymiankraut mit einem halben Liter Wasser 15 Minuten aufkochen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Nach dem Haarewaschen in die Kopfhaut und Haare einmassieren, für eine Stunde einwirken lassen und anschließend mit Wasser ausspülen.
  • Apfelessig: reinigt die Talgdrüsen und reguliert den pH-Wert der Haut. Apfelessig im Verhältnis 1:1 mit Wasser mischen, einmassieren, 10 Minuten einwirken lassen und auswaschen.
  • Naturjoghurt: das Hausmittel, welches immer im Kühlschrank steht. Klingt komisch aber bewirkt wahre Wunder. Das Haar einfach mit dem Naturjoghurt einmassieren und dann für 30 Minuten einwirken lassen. Danach gründlich ausspülen.

Die vorgestellten Hausmittel sind natürlich kein Garant dafür, dass die Schuppen verschwinden. Sollte sich das Problem verschlimmern ist es ratsam einen Fachmann aufzusuchen und Rat einzuholen.

Photo by Henri Pham on Unsplash

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